EDV

unser Schwerpunkt

 

Aus einer Idee wurde innerhalb weniger Jahre an unserer Schule ein Schulmodell entwickelt, das in der steirischen Schullandschaft einzigartig ist. Im Schuljahr 1992/93 wurde die EDV-HS Ferdinandeum in Graz geboren. War es zu Beginn nur ein heißer Insidertip, gelten wir heute als erste Adresse für Schüler und Eltern.

Was ist das Besondere am EDV-Ferdinandeum?

Als erste Pflichtschule führten wir Informatik als Pflichtgegenstand in allen Schulstufen ein. Dank des engagierten Lehrerteams und eines wohldurchdachten Konzeptes ist es gelungen den Schülern Informatik ohne zeitliche Mehrbelastung anzubieten. Über die reine Anwendung hinaus wird zusätzlich ein breites Angebot an theoretischem Wissen und kritischer Betrachtung des Mediums Computer vermittelt.

Die Geburt war kein Problem. Wesentlich schwerer war es bereits dem Kind das Laufen beizubringen. Laufen im wahrsten Sinn des Wortes. Die Ausstattung an Hardware war mehr als bescheiden. Sie bestand ursprünglich aus acht 286-er Computern mit 20MB Festplatten. Viele Stunden waren oft nötig, um diese Geräte zu warten, von Viren zu befreien und wieder zum Laufen zu bringen. Des öfteren musste ein ausgemustertes Gerät als Ersatzteillager für die übrigen Geräte herhalten.

Das größte Problem war aber die fehlende finanzielle Unterstützung durch den Schulerhalter. Obwohl wir als einzige Grazer Schule diesen Pflichtgegenstand führten und durch ständig wachsende Schülerzahlen nachweisen konnten, dass das Vermitteln dieser neuen Form der Informationstechnologie in der Schule unumgänglich ist, war es nicht möglich Unterstützung für diesen Schwerpunkt zu erhalten.

Auch die zur Verfügung gestellte Software war restlos veraltet. Nur durch die Unterstützung einiger Firmen, der Direktion, des Elternvereins und vieler Lehrer konnte durch Zukauf modernerer Geräte und Software ein Unterricht durchgeführt werden, der den Namen "Informatik" zu Recht führt.

Nachdem mit der Zeit auch andere Schulen die Wichtigkeit der Informatik in unserem Schulsystem erkannten, kam das Stadtschulamt 1997 nicht umhin alle Grazer Pflichtschulen mit modernster Hard- und Software auszustatten. Im Jänner konnten 15 Pentium-Geräte mit zeitgemäßer Software in Betrieb genommen werden. Aber auch hier musste das eigene Schulbudget nochmals kräftig zur Kassa gebeten werden. CD-Laufwerke für die Geräte musste die Schule aus Eigenmitteln finanzieren. Allerdings war es ab diesem Zeitpunkt wirklich möglich einen modernen Informatikunterricht zu bieten und den Computer auch in allen anderen Gegenständen sinnvoll einzusetzen.

Zu Beginn des Schuljahres 2000/2001 wurden die Geräte wiederum erneuert und durch ein modernes Netzwerk miteinander verbunden. Zu guter Letzt wurde im Herbst 2001 das Internet durch eine ADSL-Verbindung für jeden Schüler-PC möglich. 

Im Rahmen der Schulrenovierung erhielten wir einen zweiten, modernst ausgestatteten Informatikraum, der eine weitere Verbesserung unserer Möglichkeiten darstellt. Zusätzlich wurde der  "alte" Informatikraum mit 15 neuen Computern ausgestatten und ein Beamer angekauft. Auf diese Weise stehen uns zwei gleichwertige Räume zur Verfügung, die einen vermehrten Einsatz des PCs in allen Gegenständen ermöglichen.

Im Schuljahr 2004/05 wurden alle Räume unserer Schule miteinander vernetzt. Das ist die Grundlage für einen Internetzugang in allen Klassen um Lernsoftware bzw. Internet auch im Unterricht nutzen zu können.

Inhalte

Durch die starke Präsenz der Firma Microsoft auf dem Weltmarkt und die Entwicklung des „Office-Paketes“ zum Standard-Programm für Computeranwender, haben sich auch die Inhalte des Unterrichts im Lauf der Jahre sehr stark geändert. So sind die Schwerpunkte seit einigen Jahren so verteilt:

*      5. Schulstufe: Kennenlerntage am Moasterhaus/Salzstiegl (3 Tage) in Verbindung mit PC-Einführung, was ist ein Computer?; Teile des Computers; MS WORD - einfache Texte und leichte Formatierungen -, Zeichenprogramm Paint; Handhabung des Computers; Erlernen des 10-Finger-Systems.

*      6. Schulstufe: MS WORD - Formatierungen bis hin zum Serienbrief; Beginn der ECDL - Ausbildung; Ordnersystem mit Erstellen von Ordnern, Löschen und Umbenennen (Anforderungen des Modul 2 aus dem ECDL)

*      7. Schulstufe: MS EXCEL - Text- und Formeleingabe mit den zur Verfügung stehenden Tasks wie Landkarten, Diagrammen, Online-Veröffentlichung, etc.; MS POWER POINT als Präsentationsprogramm

*      8. Schulstufe: MS ACCESS Datenbanken; Internet – Alles, was dahinter steckt; Moderne Kommunikationsmöglichkeiten wie Handy, WLAN, etc.; MS Frontpage zur Internetseitenerstellung; ein Projekt, in dem die Schüler ihr Wissen in MS Word, MS Excel, MS FrontPage, MS PowerPoint und in Grafikbearbeitungsprogrammen anwenden sollen.

In allen Schulstufen wird außer den Informatikstunden auch mit Lern-, Trainings- und Übungsprogrammen in fast allen Gegenständen gearbeitet. Internetverwendung - für die Realiengegenstände obligatorisch – fördert das selbstbestimmende und selbstbestimmte Lernen bzw. das Lernen in der Partner- bzw. Gruppenarbeit (Teamfähigkeit).

Stundenausmaß :         1. Klasse zwei Wochenstunden

                                    2. Klasse: eine Wochenstunde

                                   3. Klasse und 4. Klasse: je zwei Wochenstunden

Von der 2. bis 4. Klasse wird den SchülerInnen zusätzlich die Unverbindliche Übung „VERTIEFENDE INFORMATIK“ mit einer Wochenstunde - 14-tägig geblockt - angeboten.

Da sich die Inhalte unseres Informatikunterrichts mit denen des ECDLs decken, bietet die EDV-HS Ferdinandeum seit Februar 2000 neben dem normalen Informatikunterricht auch eine zusätzliche Informatikausbildung an, die für die Schüler in ihrer weiteren schulischen bzw. beruflichen Laufbahn von großem Vorteil sein kann: Das ist die Ausbildung zur Erlangung eines internationalen Zertifikates, des European Computer Driving Licence ECDL (Europäischer Computer Führerschein)

Dieses Zertifikat ist international anerkannt und bestätigt, dass man grundlegende praktische Fertigkeiten (Skills) am Computer besitzt. Dies ist eine Initiative des Council of European Informatics Society (CEPIS) in Zusammenarbeit mit der EU. Getragen wird die Aktivität international durch die ECDL – Foundation mit Sitz in Dublin, in Österreich von der Österreichischen Computer Gesellschaft (OCG).

Da der ECDL ein europaweit anerkanntes Zertifikat ist, dürfen nur autorisierte Schulungsinstitutionen die ECDL – Prüfungen abnehmen. Seit Anfang 2001 ist auch unsere Schule ein solches Testcenter, an dem jeder Schüler bzw. jede Schülerin, aber auch Erwachsene aus dem Bereich der öffentlichen Verwaltung Modulprüfungen ablegen können.

Wie geht es weiter?

All das ist jedoch kein Grund sich zurückzulehnen und sich auf den Lorbeeren auszuruhen. Eine ständige Weiterbildung ist gerade auf dem Gebiet der EDV unumgänglich. Auch die Weiterentwicklung auf dem Hard- und Softwaresektor bedingt große finanzielle Anstrengungen um einen zeitgerechten, modernen Unterricht zu gewährleisten. Ziel des Informatikunterrichts muss es sein, unsere Schüler nach vier Jahren mit dem möglichst aktuellsten Wissensstand auf dem Sektor der Informationstechnologie aus der Schule zu entlassen. Daher ist der Ankauf entsprechender Lernsoftware für alle Gegenstände eine unabdingbare Notwendigkeit. Dies kann aber nicht von der Schule allein ermöglicht werden. Wir sind auch weiterhin auf die Unterstützung von Elternverein und Firmen, nicht zuletzt aber auch des Schulerhalters, angewiesen.

Die nächste "Vision", die wir verwirklichen wollen ist die Beschaffung von 30 Laptops, die je nach Bedarf in die Klassen mitgenommen werden könnten.

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