„In der Schule des Lebens lernt man das Meiste in den Pausen“

Pavel Kosorin

Liebe Eltern, Liebe Erziehungsberechtigte!

Seit dem Schuljahr 2015/2016 bin ich als Schulsozialarbeiterin an der EDV - NMS Ferdinandeum tätig. Einige von Ihnen haben mich beim Elternabend für die 1. Klassen kennenglernt, einige von Ihnen kennen mich aus den Erzählungen Ihrer Kinder und Jugendlichen. Einigen von Ihnen durfte ich im beratenden Setting, in herausfordernden Situationen zur Seite stehen. Nun am Ende des Schuljahres, darf ich hier das vergangene Schuljahr reflektieren.

Schulsozialarbeit fungiert als Schnittstelle zwischen LehrerInnenebene und SchülerInnenebene, sowie auch die Ebene der Eltern und Erziehungsberechtigten miteinbezogen wird. Zentrales Ziel von Schulsozialarbeit ist, Kinder und Jugendliche im Prozess des Erwachsenwerdens zu begleiten, sie bei einer für sie befriedigenden Lebensbewältigung zu unterstützen und ihre Kompetenzen zur Lösung von persönlichen oder sozialen Problemen zu fördern. Zu unseren Angeboten gehören Beratungen, Gruppenangebote und Freizeitprogramm sowie Vernetzung. Schulsozialarbeit arbeitet demnach direkt in der Schule und wirkt unterstützend für SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen.

Wie Kosorin schreibt, lerne ich am Meisten in den Pausen. In diesen Zeiten gewähren mir Ihre Kinder einen Einblick in ihre Lebenswelt. Seien es Konflikte, die unter Gleichaltrigen auftreten oder persönliche Themen, wie Identitätsfindung und ähnliche Anliegen, die im Prozess des Erwachsenwerdens auftreten können. Zudem bin ich Anlaufstelle, wenn im Schulsystem Schwierigkeiten auftreten oder einfach ein offenes Ohr in Beziehungsfragen aller Art benötigt wird. Darüber hinaus können auch Sie sich an die Schulsozialarbeit wenden, wenn Sie sich Sorgen um Ihr Kind machen, Sie Informationen zu Themen, wie Sucht, Pubertät und Gesundheit als Orientierung brauchen, sowie ich Sie gerne an außerschulische Stellen (Behörden und themenspezifische Institutionen) weitervermittle.

Ein ereignisreiches Schuljahr liegt hinter uns, in welchem alle genannten Themen präsent waren. In der EDV - NMS Ferdinandeum werden Konflikte ganzheitlich besprochen, wobei die Schulsozialarbeit eine lebensweltliche Position einnimmt. In krisenbehafteten Lebenslagen ist es wichtig, dass interpersonelle Stabilisierung aller Beteiligten oberste Priorität hat. Durch die intensive Kooperationsarbeit zwischen Direktion, LehrerInnen, der Beratungslehrerin und der Schulsozialarbeit kann es gelingen, dass die Wissensvermittlung in der Lebenswelt Schule multiprofessionell orientiert ist. Die Schulsozialarbeit setzt in diesem Fall nicht nur auf die Intervention, sondern baut zudem auf der Prävention auf. Schulsozialarbeit denkt nicht nur kurzfristig, sondern auch nachhaltig in den installierten Angeboten. Langfristig und nachhaltig bedeutet in diesem Zusammenhang, dass Ihre Kinder zu zivilcouragierten, selbstreflexiven und kritisch denkenden jungen Erwachsenen angeleitet werden und eine soziale Grundhaltung gegenüber ihrer MitschülerInnen und auch sich selbst einnehmen lernen. Die Menschenrechtsprofession Sozialarbeit ist folglich als Schulsozialarbeit im Lebensraum Schule vertreten und schließt, mit einer überzeugten ethischen Grundhaltung, an die vorhandenen Ressourcen Selbstwert-stärkend und gewaltpräventiv an.

Niemand ist perfekt, deswegen haben gute Bleistifte Radiergummis. 

In diesem Sinne möchte ich mich bei Ihnen für Ihr Vertrauen bedanken und wünsche Ihnen einen erholsamen Somme. Ich freue mich auf ein weiteres spannendes Schuljahr!

Alles Liebe,

 

 

Nicolina Bek, BA

ISOP Schulsozialarbeit

 

e-mail: nicolina.bek@isop.at

Telefon: 0699 | 1924 8 907

Blog: www.isop-schulsozialarbeit.at

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